Vincent Kliesch – Auris

Vincent Kliesch – Auris

rezensiert von Nicole am 18.05.2019
-Rezensionsexemplar-

Titel: Auris
Reihe: Erster Teil einer Reihe
Autor: Vincent Kliesch
Genre: Thriller
Verlag: Droemer TB
Seitenanzahl: 352
Erscheinungsdatum: 02.05.2019
ISBN-10: 3426307189
ISBN-13: 978-3426307182
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Sie ist jung. Sie glaubt an die Wahrheit. Ein tödlicher Fehler?
Rasant und ungewöhnlich: Thriller-Spannung aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren! Vincent Kliesch schrieb diesen Roman nach einer Idee von Sebastian Fitzek.

Die kleinste Abweichung im Klang einer Stimme genügt dem berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe bereits überführt werden. Hat der Berliner Forensiker nun selbst gelogen? Allzu freimütig scheint sein Geständnis, eine Obdachlose in einem heftigen Streit ermordet zu haben. Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, darauf spezialisiert, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren, will unbedingt die Wahrheit herausfinden. Doch als sie zu tief in Hegels Fall gräbt, bringt sie nicht nur sich selbst in größte Gefahr …

Der Start einer neuen Thriller-Reihe von Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek – rund um die junge True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge und das faszinierende Thema forensische Phonetik.


Wie absolut gerne würde ich doch jetzt aus dem Nähkästchen plaudern und in die Welt hinaus posaunen, warum genau ich diesen Thriller so krass genial finde.

Da aber gerade bei Thrillern die Spoilergefahr so extrem hoch ist, hülle ich mich inhaltlich natürlich in Schweigen, auch wenn es mir wirklich sehr schwer fällt, nicht über dieses Buch zu reden!

Worüber ich aber berichten kann ist Jula, die junge True-Crime-Podcasterin, unsere Protagonistin.
Jula ist ein echt authentisches Persönchen und genauso außergewöhnlich wie ihr Name. Sie hat Biss und weiß, was sie will oder auch nicht will. Sie übersteigt so einige Grenzen, um ihre Neugier und ihren Wissensdurst zu stillen und hat auch null Probleme damit, geschlossene Türen einzurennen. Sie wirkt bei allem, was sie tut, sehr echt und natürlich, auch wenn ihre Hartnäckigkeit sie oft naiv oder überstürzt handeln lässt. Aber sie hat ihr Herz am rechten Fleck und ihre „Schwächen“ erklären sich absolut durch ihr persönliches Schicksal aus der Vergangenheit. Ich mochte Jula jedenfalls, auch wenn sie mir oft wie eine Zecke vorkam, die immer im falschen Moment auftaucht und sich an Stellen fest beißt, wo sie nichts zu suchen hat. Dennoch fand ich sie authentisch und liebenswert.
Klingt sie für euch sympathisch? Das wäre gut, denn Julas Geschichte mit dem forensischen Phonetiker Matthias Hegel ist ja noch nicht zu Ende erzählt, ich sage nur: fieser böser Cliffhanger auf den letzten Buchseiten.

Zur Handlung an sich kann ich nur sagen: Hammergenial, nervenaufreibend und undurchschaubar! Wer es schafft, das Ende voraus zu sehen, der möge mir doch bitte schreiben, damit ich ihn besuchen und anerkennend auf die Schulter klopfen kann!

Für mich war „Auris“ wirklich fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Der Autor hat hier das Meisterwerk vollbracht, sehr kurze Kapitel zu verfassen und diese dennoch jedes mal mit so viel rasanter Spannung zu füllen, dass ich am Ende eines Kapitels fast geplatzt bin! Einerseits vor Aufregung des gerade Gelesenen, andererseits vor Anspannung, weil ich Angst hatte, dass nun ein böser Perspektivenwechsel folgt und ich weiter die Luft anhalten muss. Interessanterweise kommt dieser Thriller komplett ohne diese ständigen Wechsel der Charaktere aus, so geht es nach einem spannenden Kapitelende einfach nahtlos an der derselben Stelle weiter, nur um den Spannungsbogen wieder von vorne anzuziehen. Das war großes Nervenkino!

Obwohl ich zwischendurch mal dachte, ein paar Logiklücken zu erkennen oder hin und wieder eine allzu einfache Handlungsstruktur seitens der Protagonistin Jule vernommen habe, so musste ich doch schlussendlich einsehen, dass ich da nicht so wirklich richtig gelegen habe. Ok, man könnte auch sagen, der Autor hat mich so richtig schön auf`s Glatteis geführt.

So, mehr Infos sind definitiv nicht drin!
Obwohl, von Matthias Hegel habe ich ja noch gar nichts erzählt …
Ist auch unnötig denke ich, denn mit ihm startet die Geschichte gleich. Und mal ehrlich, jemand, der ein so gutes Gehör hat, dass er anhand von Stimmen einen Mörder überführen kann, weil er einfach jedes noch so kleine Detail an Neben-Geräuschen und Emotionen darin erkennen, bzw. hören kann, das ist an sich ja schon einfach nur mega genial und neugiererweckend oder?

„Auris“ ist ein wahrer Pageturner, ich jedenfalls konnte das Buch nicht zur Seite legen.
Der Plot ist durchdacht bis ins kleinste Detail, der Schreibstil ist angenehm einfach gehalten, die Kapitel kurz, knackig und super spannend und zwar jedes einzelne! Man wird quasi mit den ersten Zeilen ins Buch gesaugt und erst wieder am Ende ausgespuckt. Nur, um dann fest zu stellen, dass man den 2. Teil braucht, der aktuell ja noch nicht erschienen ist. Ein furchtbarer Moment.
Ihr könntet also warten, bis Band 2 da ist, ich sage aber ganz klar: traut euch und lest es schon jetzt!

☼eure Nicole☼

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