Sebastian Fitzek – Der erste letzte Tag

Sebastian Fitzek – Der erste letzte Tag

rezensiert von Nicole am 30. Juni 2020

Titel: Der erste letzte Tag
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Roman (kein Thriller)
Verlag: Droemer
Seitenanzahl: 272
Erscheinungsdatum: 28.04.2021
ISBN-10: 3426283867
ISBN-13: 978-3426283868
Bildquelle/Klappentext: Amazon


Ein ungleiches Paar.
Eine schicksalhafte Mitfahrgelegenheit.
Ein Selbstversuch der besonderen Art.
WAS GESCHIEHT, WENN ZWEI MENSCHEN EINEN TAG VERBRINGEN, ALS WÄRE ES IHR LETZTER?
Ein Roadtrip voller Komik, Dramatik und unvorhersehbarer Abzweigungen von Deutschlands Bestsellerautor Nr. 1 Sebastian Fitzek – mit zwei skurrilen, ans Herz gehenden Hauptfiguren, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Livius Reimer macht sich auf den Weg von München nach Berlin, um seine Ehe zu retten. Als sein Flug gestrichen wird, muss er sich den einzig noch verfügbaren Mietwagen mit einer jungen Frau teilen, um die er sonst einen großen Bogen gemacht hätte. Zu schräg, zu laut, zu ungewöhnlich – mit ihrer unkonventionellen Sicht auf die Welt überfordert Lea von Armin Livius von der ersten Sekunde an. Bereits kurz nach der Abfahrt lässt Livius sich auf ein ungewöhnliches Gedankenexperiment von Lea ein – und weiß nicht, dass damit nicht nur ihr Roadtrip einen völlig neuen Verlauf nimmt, sondern sein ganzes Leben!

Ich habe das Buch sehr skeptisch gestartet, denn ich lese „normale“ Gegenwartsliteratur, wo nicht mindestens ein Mörder, Psychopath oder sagenumwobener Fantasyheld vorkommt, eigentlich nicht.
Ja, ich gestehe, ich wäre fast in meine eigene, mir selbst gesetzte Klischee Falle getappt und hätte mich damit selbst um ein grandioses Buch gebracht.

Zum Glück lässt mein persönlicher Monk es aber nicht zu, dass ich einen Fitzek auslasse. Also startete ich „Der erste letzte Tag“. Allerdings ohne große Erwartungen zu haben.

Und was soll ich sagen, ich wurde ganz klar überrascht! Positiv überrascht.

Mit einem Dauergrinsen auf dem Gesicht, habe ich Livius und Lea dann auf ihrem Road Trip begleitet, konnte hin und wieder sogar ein lautes Auflachen nicht unterdrücken, genauso wie die Tränen die irgendwann einfach nur noch flossen.
Ob aus Freude oder Trauer? Tja, das müsst ihr selbst herausfinden.
Ich habe die beiden und ihre gemeinsame Geschichte wirklich durchweg geliebt, gefühlt und gelebt.

Wer Livius und Lea nicht in sein Herz schließt, dem ist nicht zu helfen, wer bei den gemeinsamen Lesestunden nicht mit den beiden nachdenkt und am Ende vielleicht sogar sein eigenes Leben ein klein wenig Revue passieren lässt, der sollte eventuell wirklich bei fiktiven Büchern bleiben, denn in dem Buch hier steckt echt ne Mengel vom wahren Leben drin.

Das Buch ist zwar explizit kein Thriller, wie von dem Meister seines Fachs gewohnt, es trägt dennoch zu 100 % die Handschrift des Autors. Man liest seine persönliche Note einfach heraus, wenn man bereits Bücher von ihm kennt.

Allein das Ende ist, typisch Fitzek, nicht voraussehbar und überrascht auf der ganzen Linie.
Fitzek hat mit diesem Buch absolut bewiesen, dass er auch andere Genres schreiben kann.
Obwohl es sogar hier den ein oder anderen Schreckensmoment oder Horrorszenario gibt oder sei es, dass Livius selbst ein großer Steven King-Fan ist.


„Aus Furcht, zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug.“ Reinhard K. Sprenger

Dieses Zitat passt perfekt zum Buch, zum Leben und meinem persönlichen Leseverhalten.
Der Autor hat es ideal für die erste Buchseite gewählt.

Ich habe diesen etwas anderen Fitzek sehr genossen, konnte komplett mit den Charakteren Livius und Lea mitfiebern, habe viel nachgedacht, habe gelacht und sogar geweint. Was will man mehr bei einem Roman?



* eure Nicole *

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