Sabine Schulter – Federn über London

Sabine Schulter – Federn über London

rezensiert von Nicole am 30. Juni 2021

Titel: Erwachen
Reihe: Federn über London (1 / 4)
Autor: Sabine Schulter
Genre: Urban Fantasy
Verlag: BoD
Seitenanzahl: 332
Erscheinungsdatum: 05.11.2020
ISBN-10: 3752606576
ISBN-13: 978-3752606577
Bildquelle/Klappentext: Amazon


Als Clear erwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern. Weder weiß sie, wer sie ist, noch warum sie in einer Wanne voller blauem Wasser liegt. Als ihr eröffnet wird, dass sie gestorben ist und von nun an als Todesengel in London Seelen sammeln soll, glaubt sie an einen üblen Scherz.
Doch die schwarzen Schwingen auf ihrem Rücken überzeugen sie von der Wahrheit.
Zusammen mit ihrem Teamleiter Ease und den anderen Todesengeln sorgt sie von nun an dafür, dass die Seelen der Verstorbenen zurück in den Lebensstrom gelangen. Allerdings wartet in der Welt der Übersinnlichen noch viel mehr auf Clear und auch Londons Unterwelt mit all ihren magischen Wesen ist in Aufruhr. Denn das dunkle Nichts hat sich gerade jetzt vorgenommen, die Millionenmetropole ins Chaos zu stürzen.

-Abbruchrezension-

Wenn man mich bitten würde, das Buch mit einem Wort zu beschreiben, dann würde mir spontan „nett“ einfallen.
Leider ging es nicht darüber hinaus und ich habe es nach der Hälfte abgebrochen.

Thematisch ist es toll, das vorweg.
Ich glaube mein Hauptproblem war der Schreibstil, mit dem ich einfach nicht warm geworden bin.

Grundsätzlich liest es sich flüssig, nachvollziehbar und verständlich, allerdings auch sehr gewöhnungsbedürftig.
Man erlebt alles irgendwie auf Distanz, was den vielen langen und sehr ausschmückenden Sätzen geschuldet ist und zudem gibt es noch gelegentliche, unnötige Wortwiederholungen in den Beschreibungen von bekannten Personen.

Diese haben mich leider oft eher aus der Geschichte raus gerissen, als tiefer hinein zu manövrieren.

Trotz, dass wir die Geschichte aus der Ich-Perspektive verschiedener Engel erleben, wo ich automatisch viel mehr Nähe zu den Protas erwarte, stand ich nur neben der Geschichte. Bei mir ist leider kein Bezug zu irgendwem entstanden.

Mein größtes Problem war aber, dass die Story einen unwahrscheinlich gefühlslastigen, ja fast schon melancholischen Flair hat.

Ständig wird über die Empfindungen der Charaktere geredet, was zwar schon sehr wichtig für die Grundstory ist, mir aber ganz klar too much war, da mir das eigentliche Geschehen einfach nicht schnell genug voran ging dadurch.

Mich haben die geschilderten Emotionsergüsse, die fast immer negativer Natur waren, irgendwann einfach nur noch genervt.

Die Geschichte und das Setting sind grundsätzlich schon sehr interessant;
Rache- und Schutzengel, die unbemerkt unter uns leben und für das Gleichgewicht der Menschen sorgen, sich mit den Bewohnern der Unterwelt arrangieren müssen und das alles mitten in London, das hat schon was.

Wenn der Schreibstil der Autorin nicht zum Leser passt, dir die Protagonisten zu melancholisch sind und du keine Nähe zu ihnen aufbauen kannst, nützt auch die interessanteste Geschichte nichts.


Da ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe, möchte ich es auch nicht im üblichen Sinne bewerten.

* eure Nicole *

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