Simon Beckett – Flammenbrut

Simon Beckett – Flammenbrut

rezensiert von Nicole am 17.01.2023
-Hörbuchrezension-

Titel: Flammenbrut
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Simon Beckett
Genre: Thriller
Verlag: Rowohlt
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsdatum: 01.08.2009 (Ersterscheinung: 1997)
ISBN-13: 978-3499249167
Bildquelle/Klappentext: Amazon


Eigentlich hätte Kate Powell allen Grund, mit sich und der Welt zufrieden zu sein. Soeben hat sie ihrem arroganten Ex-Lover einen lukrativen Traumauftrag vor der Nase weggeschnappt, der ihre Karriere in ungeahnte Höhen katapultieren könnte. Trotzdem kommt keine rechte Freude auf. Denn der arrogante Ex-Lover zeigt einmal mehr seine unglaubliche Brutalität, und der Wunsch nach einem Kind lässt Powell nicht zur Ruhe kommen. Also sucht die Geschäftsfrau per Zeitungsinserat einen anonymen Spender für die Vaterschaft. Und damit nimmt das Unglück unaufhaltsam seinen Lauf…

Das war mein erstes Buch von Simon Beckett, aber ganz sicher nicht mein letztes.
Seine Art zu schreiben, ist genau mein Ding gewesen.
Obwohl dieser Titel zu den älteren und nicht so “berühmten” Büchern des Autors zählt, fand ich ihn als Einstieg, um den Schreibstil eines für mich neuen Autors kennenzulernen, grandios.
Die Story startet sehr langsam, benötigt eine Menge Zeit zum Aufbau und man hätte fast glauben können, zunächst einen Familien- oder Liebesroman zu lesen, oder in meinem Fall zu hören.
Dennoch spürte man, dass da das Grauen zwischen jeder Zeile lauert und nur auf den großen Knall des Ausbruchs wartet. Und genau so war es dann auch.
Obwohl, oder gerade weil einiges schon in gewisser Weise vorhersehbar war, wartete man eigentlich dauerhaft voller Spannung auf diesen einen Moment, wo alles, was zuvor so harmonisch aufgebaut wurde, mit einem Wimpernschlag zerbricht und zerfällt.
Nur um dann festzustellen, dass man zwar den richtigen Riecher hatte, aber man zusätzlich noch unerwartet überrascht und schockiert wird.
Das war großes Kino, gerade weil man die Protagonisten vorher so gut kennen gelernt hat und dadurch das Leiden mit allen nur um so größer war.
Ich hatte wirklich fesselnde Lesestunden.
Der Hörbuchsprecher Johannes Steck war übrigens spitzen-klasse und hat sämtliche Charaktere und Emotionen extrem gut transportiert.

Ein Psychothriller, der auf mehreren Ebenen wirklich unter die Haut geht!
Von mir eine absolute Leseempfehlung für Thriller-Fans, die eine Story gerne hautnah und emotional an der Seite der Protagonisten miterleben.

* eure Nicole *

Marc Meller – Das Schlaflabor

Marc Meller – Das Schlaflabor

rezensiert von Nicole am 30.03.2023
-Abbruchrezension-

Titel: Das Schlaflabor
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Marc Meller
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe
Seitenanzahl: 384
Erscheinungsdatum: 28.10.2023
ISBN-13: 978-3785727911
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Tom Sonnborn hat alles versucht, um seine Schlafstörungen loszuwerden – ohne Erfolg. Als er von einem Schlaflabor in den Schweizer Alpen hört, das auf eine neuartige Therapieform setzt, schöpft er neue Hoffnung. Und tatsächlich: Bereits kurz nach seiner Ankunft in der Klinik schläft Tom so gut wie lange nicht mehr. Auch zuhause wird er zum regelrechten Langschläfer. Er ist überglücklich – bis er eines Morgens blutverschmiert aufwacht und die Polizei ihn verdächtigt, einen Mord begangen zu haben. Tom kann sich nicht erinnern und zweifelt plötzlich: Schläft er nachts wirklich? Schlafwandelt er etwa? Noch ahnt er nicht, dass die Wahrheit düsterer ist als jeder Albtraum.

“DAS SCHLAFLABOR” hatte wirklich einen sehr interessanten und fesselnden Start, jedoch ging die Spannung leider wiederholt durch den für mich sehr abgehackten Schreibstil und die sehr umfangreichen Nebenerklärungen unter.
Immer wieder und zwar immer genau dann, wenn ich gerade voll tief in einem Spannungsmoment gefesselt war, verlor sich die Geschichte in sehr langen, medizinischen Details und ellenlangen Ausführungen, die mich dann regelrecht aus diesem Spannungssog herausgeschleudert haben.
Es war fast ärgerlich!
Schließlich wollte ich doch unbedingt mit dem Protagonisten mit fiebern, ihn auf seinem Weg begleiten, aber es war mir persönlich unmöglich, mich an ihn und seine Geschichte zu binden, weil ich immer wieder heraus gerissen wurde.
Ich wollte einen Thriller lesen und einfach mit Tom, dem Hauptcharakter, mit fiebern und nun mal kein Medizinbuch studieren, bei dem ich auch noch einen Knoten im Kopf bekomme.
Das Grundfeeling der Atmosphäre ist bei einem Buch nun mal das Wichtigste für mich. Ich muss komplett zwischen diesen zwei Buchdeckeln gefangen genommen werden können.
Manchmal können selbst die besten Recherchen, die der Autor in dem Fall ganz sicher durchgeführt hat, hinderlich sein, wenn sie zu umfangreich und deplatziert gesetzt werden.
Für mich war das leider der Fall und deshalb bin ich nach etwa der Hälfte des Buches ausgestiegen.
Somit werde ich nie erfahren, was Tom nun eigentlich genau zugestoßen ist und ob er sich aus seinem persönlichen Höllenszenario wieder herausmanövrieren konnte.
Es sei denn, jemand von euch hält durch, weil ihr es komplett anders empfunden habt, als ich.Dann dürft ihr mir gerne berichten, denn ein kleines bisschen neugierig bin ich ja dann doch.

Für mich war das dann mal nichts …

Da ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe, möchte ich es auch nicht im üblichen Sinne bewerten.

* eure Nicole *

Sebastian Fitzek – Elternabend

Sebastian Fitzek – Elternabend

rezensiert von Nicole am 15.05.2023
– Rezensionsexemplar-

Titel: Elternabend – Kein Thriller (Auch wenn der Titel nach Horror klingt)
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: humorvoller Unterhaltungsroman mit sensiblen Themen
Verlag: Droemer
Seitenanzahl: 336
Erscheinungsdatum: 26.04.2023
ISBN-13: 978-3426284131
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Stell dir vor …
… du musst eine halbe Ewigkeit auf einem Elternabend verbringen. Dabei hast du gar kein Kind!

Ein lebenskluger und hinreißend komischer Roman im Stil von Sebastian Fitzeks Nr.1-Bestseller »Der erste letzte Tag«

Sascha Nebel hat sich zur falschen Zeit am falschen Ort das falsche Auto für einen Diebstahl ausgesucht. Kaum, dass er hinter dem Steuer eines Geländewagens Platz genommen hat, zieht eine Horde demonstrierender Klimaaktivisten durch die Straße. Allen voran eine junge Frau, die den SUV mit einer Baseballkeule demoliert. Als die Polizei auf der Bildfläche erscheint, ergreifen Sascha und die Unbekannte die Flucht und platzen in den Elternabend einer 5. Klasse. Um die Nacht nicht in Polizeigewahrsam zu verbringen, bleibt ihnen keine andere Wahl: Sie müssen in die Rolle von Christin und Lutz Schmolke schlüpfen, den Eltern des 11jährigen Hector, die bislang jede Schulveranstaltung versäumten. Zwei wildfremde Menschen, zwischen denen kaum größeres Streitpotential herrschen könnte, geben sich als Vater und Mutter eines ihnen völlig unbekannten Kindes aus. Dabei ist die Tatsache, dass Hector der größte Rüpel der Schule ist, sehr schnell ihr kleinstes Problem …

Zugegeben: “Elternabend” ist eins dieser Bücher, die ich höchstwahrscheinlich niemals in die Hand genommen hätte, wenn es nicht aus der Feder von Sebastian Fitzek stammen würde, da ich eigentlich eine reine Thriller- oder Fantasy-Leserin bin, die um Cosy-Unterhaltungs-Romane einen weiten Bogen macht.
Hier ist aber einfach der Autorenname Gesetz!

Erwartet habe ich also recht wenig, außer eine unterhaltsame Geschichte zum Zurücklehnen, Schmunzeln und einfach Abtauchen zu lesen.

Tja, bekommen hab ich dann schlussendlich eine ganze Menge mehr!

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Stevens & Suchanek – Rachejagd 1

Stevens & Suchanek – Rachejagd 1

rezensiert von Nicole am 06.12.2022
-Rezensionsexemplar-

Titel: Rachejagd – Gequält
Reihe: Rachejagd 1/3
Autor: Stevens und Suchanek
Genre: Thriller
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 448
Erscheinungsdatum: 13.10.2022
ISBN-13: 978-3453441286
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Er sieht dich. Und er ist dir schon ganz nah…

Vor drei Jahren wurde Journalistin Anna Jones zusammen mit ihrer Freundin Natalie entführt und von ihrem Peiniger Edward Harris auf vielfache Art gequält. Anna konnte fliehen, Natalie starb. Diese Schuld verfolgt Anna bis heute. Als sie einen blutbefleckten Brief erhält, wird schnell klar: Edward Harris ist zurück. Nick Coleman, Annas Jugendliebe und FBI-Agent, nimmt die Ermittlungen auf. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Zane Newton, der Profilerin Lynette McKenzie und Nick versucht Anna herauszufinden, was Harris vorhat. Ein perfides Spiel beginnt. Ein Spiel, das nicht nur für Anna tödlich enden könnte. Ein Spiel, das nur ein Ziel hat: Rache.

Endlich mal wieder ein Thriller, der mich so richtig gepackt hat!
Und das absolut Geniale daran ist, dass noch 2 weitere Bände folgen werden, weil er als Trilogie ausgelegt ist.

Besonders gut hat mir hier gefallen, dass wir nicht nur in die Rolle der verschiedenen Ermittler schlüpfen, sondern auch in die des Opfers.
Hier entwickelt sich im Laufe des Geschehens ein tolles, persönliches Team, mit dem man automatisch mitfiebert.
Wir sind bei jedem hautnah dabei und haben als Leser auch nicht mehr Informationen als die anderen.
So bleibt die Spannung wirklich dauerhaft erhalten und wir gehen jeden Schritt mit den anderen mit.

Die Story bewegt sich in tiefen Abgründen der menschlichen Psyche und schreitet in so einer rasanten Geschwindigkeit voran, dass man das Buch einfach nicht zur Seite legen kann.
Man steht oft kurz vor einem kleinen Schleudertrauma, aber einem von der positiven Sorte, und man möchte einfach nur ganz schnell wissen, wie es weiter geht.

Dabei gibt es ständig neue, unvorhersehbare und teils schreckliche Wendungen, die man bei dem Tempo kaum verarbeiten kann.

Die Szenerie lief dauerhaft wie ein blutiger Hollywood-Streifen vor meinem inneren Auge ab.
Gegen Ende wurde zwar etwas dick aufgetragen und ein paar Ereignisse waren mir etwas zu überzogen, aber hey, was soll’s! In Hollywood ist das erlaubt und es hat auch ins Gesamtbild gepasst.

Man hat übrigens zu keiner Zeit bemerkt, dass hier 2 Autoren am Werk waren. Beide Schreibstile haben super miteinander harmoniert.

Ich freu mich dann mal auf Band 2, denn das fiese Ende lässt Böses erahnen …

*eure Nicole*

Julia Dippel – Belial 2

Julia Dippel – Belial 2

rezensiert von Nicole am 11.11.2022
-Rezensionsexemplar

Titel: Belial – Seelenfrieden
Reihe: IZARA-Chroniken Band 6 (Sequel zu IZARA 2/2)
Autor: Julia Dippel
Genre: Romantasy
Verlag: Look Light
Seitenanzahl: 496
Erscheinungsdatum: Oktober 2022
ISBN-13: 978-3522507295
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Nach 2000 Jahren hat Bel endlich Cassias Seele gefunden. Doch während er noch darum bangt, ob seine große Liebe die Rückkehr verkraftet, droht bereits eine neue Gefahr. In der Schlacht gegen die Hexenkönigin sind etliche Primus aus den Stillen Wassern entkommen – darunter auch Ianus, der einst Cassias Schicksal besiegelt hatte. Nun muss sich die junge Frau aus dem Alten Rom nicht nur der modernen Welt, sondern auch den Dämonen stellen, die Anspruch auf ihre Seele und ihr Herz erheben.

Der finale Band der Belial-Dilogie

“Das Wie lange ist nicht wichtig. Nur das Wie.”

Wie schon bei IZARA, hat Julia Dippel ein paar simplen Worten bildliches Leben eingehaucht, die es in die Top 5 meiner Lieblings-Zitatensammlung geschafft haben. Danke dafür!

Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich Belial, den vor Macht, Sarkasmus und Sexappeal nur so strotzenden Teufel aus der IZARA-Reihe abgöttisch liebe.

Ich habe also ganz laut: “YES” geschrien und einen imaginären Purzelbaum geschlagen, als Julia Dippel beschlossen hat, ihm seine eigene Geschichte zu schreiben und uns im Detail zu offenbaren, warum er über 2000 Jahre lang nie eine feste Frau an seiner Seite hatte.

Die Antwort darauf bekommen wir bereits im 1. Band der Dilogie und sie heißt Cassia.

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