Marah Woolf – Götterfunke – verlasse mich nicht

Marah Woolf – Götterfunke – verlasse mich nicht

rezensiert von Nicole am 25.03.2018
– Rezensionsexemplar –

Titel: verlasse mich nicht
Reihe: Götterfunke (3/3)
Autor: Marah Woolf
Genre: Jugend-Fantasy (empfohlen ab 14)
Verlag: Dressler
Seitenanzahl: 464
Erscheinungsdatum: 19.03.2018
ISBN-10: 3791500422
ISBN-13: 978-3791500423
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Ein Verräter hat sich unter die Götter in Monterey gemischt und bald weiß niemand mehr, wer Freund oder Feind ist. Agrios ist jedes Mittel recht, um in den Besitz des Ehrenstabs zu kommen und seine Macht im Olymp zu besiegeln. Nur gemeinsam können Jess und Cayden dem Kampf der Götter ein Ende machen. Doch Jess ist noch nicht bereit, Cayden zu verzeihen. Aber ist sie deshalb bereit, ihn zu opfern?

Wenn man ein Buch startet und bereits nach 2 Seiten ein kleiner Tornado in seinem Inneren wütet und man dabei heulend auf der Couch sitzt, dann liegt die Vermutung nahe, dass man gerade „Götterfunke – verlasse mich nicht“ liest.

Der 3. und letzte Teil der Trilogie setzt nahtlos an seinen Vorgängerband an und wer diesen noch nicht gelesen hat, der sollte an dieser Stelle aufhören, weiter zu lesen.

Marah Woolf hat mir bei diesem Buch mal wieder eine Achterbahn der Gefühle beschert, mich verzweifeln, hoffen, schmunzeln und grübeln lassen. Hin und wieder musste ich genervt mit den Augen rollen, ein paar Seiten später saß ich bereits mit Herzklopfen und schweißnassen Händen da und stand kurz vor einem Kreislaufkollaps.

Ich wusste nicht, was mich am Ende erwartet und habe mir in meinem Kopf viele Szenarien ausgemalt. Das gewählte Ende der Autorin hat jedoch alle meine Vorstellungen übertroffen!

Ich war geschockt über einige unvorhersehbare Wendungen, habe geweint, als gäbe es kein Morgen mehr und kann nun letztendlich zufrieden das Buch zuklappen und Jess und Cayden ziehen lassen.

Es wäre wirklich grob fahrlässig von mir, wenn ich euch nun zu viele Einzelheiten verraten oder gar Andeutungen machen würde, denn ein Finale muss man einfach komplett selbst lesen und fühlen.

Ob ihr Überraschungen erleben werdet? Aber sicher doch!
Angefangen mit Jess und Cayden selbst! Jess ist zutiefst verletzt, aber dennoch bis über beide Ohren verliebt!

Eine blöde Kombi, gerade wenn man versuchen will das Richtige zu tun und auch einfach keine Lust mehr hat, sich ständig nur von den Göttern vereinnahmen oder belügen zu lassen.
Sie war für mich eine sehr überzeugende wankelmütige Jess.
Ihre oft zickigen und unvernünftigen Handlungen haben mir Schweißausbrüche beschert und ich konnte sie dennoch gut verstehen. Sie ist für mich emotional nun noch stärker als im 2. Teil!

Cayden ist ein Mensch! Das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen. Das war fast unvorstellbar für mich. Aber wisst ihr was? Als Mensch gefällt er mir noch viel besser wie als übermächtiger Gott!
Er hat für mich wirklich kein bisschen an Stärke eingebüßt, im Gegenteil! Zudem ist er nicht mehr der nur lieb-säuselnde Cayden, er zeigt, dass er auch ganz anders kann.

Die beiden waren meiner Meinung nach noch nie so greifbar und ehrlich wie in diesem Band!
Natürlich haben sie mich viel zu oft die Augen verdrehen oder die Haare raufen lassen und ich wollte sie des öfteren schütteln und rütteln, aber das gehört bei den beiden ja einfach dazu und die Autorin hat die Kurve jedes mal gerade noch so hinbekommen, so dass mir das Gefühls-ping-pong der beiden nicht zu viel wurde. Ein Wechselbad aus flatternden Schmetterlingen und wütenden Hummeln sozusagen, denn Marah Woolf ist und bleibt für mich die unangefochtene „Emotion-Queen“!

Tja, was erwartet euch noch …

… jede Menge neue Götter!

Diese geben euch wirklich eine Menge Hintergrundwissen zu ihrem Leben in der Götterwelt und haben zwischendurch ihre eigene und persönliche Geschichte zu erzählen.
Sie wirken zwar so herrlich menschlich, sind aber an den passenden Stellen furchteinflößend und repräsentieren ihre Macht.

Ich war teilweise sehr beeindruckt von ihrem individuellen Auftreten, sowohl positiv, als auch negativ, denn von kindisch bis imposant war alles vertreten.

Selbstverständlich bekommt ihr auch so einige Wendungen und Ereignisse, mit denen ihr nicht rechnen werdet und gerade das macht ja ein gutes Buch und vor allem ein Finale aus.

Ich hatte so eine leise Vorahnung, wer der angekündigte Verräter sein könnte, aber auch ich wurde von der Autorin hinters Licht geführt.

Unterschwellig erhaltet ihr übrigens sogar die Botschaft, unsere Erde und Natur mehr zu achten. Das hat mich echt zum Nachdenken angeregt.

Das Buch war für mich durchweg fesselnd. Es baut sich zwar langsam auf und nimmt dann gegen Ende so richtig Fahrt auf, aber es gibt zwischendrin immer diese gewissen Momente, die einen einfach den Atem anhalten lassen.

Wenn ihr die ersten beide Teile mochtet, dann kommt ihr an dem Abschlussband ohnehin nicht vorbei. Aber ich kann euch versichern, es lohnt sich absolut! 😉

Ein gebührender Abschluss einer fantastischen und göttlichen Buchreihe!
Unvorhersehbare Wendungen, unterschwellige Botschaften und viele neue fast-menschliche Götter runden die dramatische und herzzerreißende Liebesgeschichte von Jess und Cyden ab und sorgen für ein bombastisches, durchweg fesselndes Finale!

Rezension zu „Liebe mich nicht (1)“
Rezension zu „Hasse mich nicht (2)“

☼eure Nicole☼

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