Marah Woolf – Götterfunke – hasse mich nicht

Marah Woolf – Götterfunke – hasse mich nicht

rezensiert von Nicole am 20.09.2017
– Rezensionsexemplar –

Titel: hasse mich nicht
Reihe: Götterfunke (2/3)
Autor: Marah Woolf
Genre: Jugend-Fantasy (empfohlen ab 14)
Verlag: Dressler
Seitenanzahl: 464
Erscheinungsdatum: 25.09.2017
ISBN-10: 3791500414
ISBN-13: 978-3791500416
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Das neue Schuljahr beginnt und Jess versucht Cayden zu vergessen, nach allem, was er ihr angetan hat. Aber Zeus und seine Götter haben scheinbar andere Pläne, und schon am ersten Schultag steht Cayden plötzlich vor ihr. Schwebt Jess etwa in Gefahr? Ist Agrios ihr womöglich nach Monterey gefolgt? Jess möchte nicht in den Kampf der
Götter hineingeraten, sondern wünscht sich ein ganz normales Leben – aber was ist schon normal, wenn man die Welt der Götter sehen und betreten kann? Und vor allem: Wie lange kann sie Cayden wirklich hassen?

Was habe ich diesem 2. Teil von Götterfunke entgegen gefiebert! Die Vorfreude und auch die Erwartungen waren riesig!!!

Ob sie enttäuscht wurden? Auf gar keinen Fall – Im Gegenteil!

Götterfunke – hasse mich nicht ist für mich sogar noch stärker, tiefgründiger und emotiongeladener als der 1. Teil und der war ja bereits gigantisch!
Wer den 1. Band noch nicht kennt, der sollte an dieser Stelle aufhören weiter zu lesen, denn die Bücher folgen nahtlos aufeinander und sind meiner Meinung nach auch nur als Gesamtreihe lesbar.

Der göttliche Wettstreit um Caydens Sterblichkeit geht in die 2. Runde!
Wo wir Jess im ersten Teil noch als liebes und gutgläubiges Mädchen, das in jedem etwas Gutes sieht und sich eher unterordnet kennen gelernt haben, so haben sie ihre enttäuschenden und verletzenden Erfahrungen im Sommercamp sehr geprägt und verändert. Sie ist erwachsener geworden und nun nicht mehr das „nette Mädchen von nebenan“, das sich alles gefallen lässt und alles einfach hin nimmt, nein, sie versucht aus ihrer Haut zu schlüpfen und das Richtige zu tun! Aber was ist das Richtige, wenn auf einmal die Götter wieder auftauchen und erneut alles durcheinander bringen, was man verzweifelt zu vergessen versucht?
Ich habe wahrlich mit Jess mitgelitten und mitgefiebert und konnte jede ihrer Handlungen absolut nachvollziehen und mitfühlen.

Cayden ist also wieder da und überraschenderweise ist auch bei ihm eine Veränderung zu spüren! Sein innerer Zwiespalt, auf der einen Seite endlich seine lang ersehnte Menschlichkeit zu erlangen und auf der anderen Seite Jess nicht weiterhin verletzen zu wollen, waren während dem Lesen so sehr und intensiv greifbar, dass es mir fast körperliche Schmerzen bereitet hat.
Es war sehr schwierig für mich, die Fassung zu bewahren und hin und wieder nicht vor überkochenden Emotionen durch zu drehen, da ich als „stilles Mäuschen“ ja alle Seiten mitverfolge.

Wer sich hingegen so gar nicht verändert hat ist Robin! Sie schafft es leider auch zu Hause, an ihr bösartiges, eigennütziges und intrigantes Verhalten im Camp anzuknüpfen und setzt sogar noch einen drauf.
Ich habe wirklich in noch keinem Buch einen Charakter so sehr verabscheut und verachtet wie Robin und hätte ihr hin und wieder gerne die Augen ausgekratzt! Lasst euch überraschen, wozu sie noch fähig ist!

All diese Charakterzüge, einzelnen Handlungen und Emotionen bringt Marah Woolf für mich so absolut greifbar, überzeugend und authentisch rüber, dass ich oftmals gerne mitten ins Buch gehüpft wäre, um mir entweder Robin vorzuknüpfen, Cayden zu schütteln oder Jess in den Arm zu nehmen! Ich war wirklich mitten drin im Geschehen konnte jede einzelne Handlung mit fühlen und mit spüren.

Zu all diesen emotionalen Problemen kommen in „Götterfunke- hasse mich nicht“ aber auch noch ganz andere hinzu, denn die Götter verfolgen zudem noch ein ganz eigenes Ziel und Jess steckt als Diafani mittendrin im Kampf der Götter, ohne es selbst richtig zu ahnen und sie wird nicht selten sogar als unwissender Spielball benutzt …

Zum Glück treffen wir auch alle liebgewonnenen Bekannte aus Band 1 wieder! Athene, Zeus und Hera, die sehr „menschlichen“ Götter, sexy Apoll versprüht weiterhin seinen Charme und lässt alle Frauenherzen höher schlagen, mmmh ja ich gestehe, auch meines hatte kurze Aussetzer ;-). Lea und Josh stehen weiterhin fest und treu an Jess Seite und Hermes sorgt nach wie vor für eine gute Portion Humor und versorgt uns mit wichtigem Hintergrundwissen. Er ist mir in diesem Teil noch sympathischer geworden und ich liebe all seine Einsätze.
Natürlich kommen noch weitere Nebenfiguren hinzu, die ihr aber alle selber kennen lernen sollt.

Macht euch also gefasst auf jede Menge positive und negative Überraschungen, auf unvorhersehbare Wendungen, auf verwirrende Rätsel, auf göttliche Verschwörungen und natürlich auf eine extra große Portion Liebe, Drama und Herzschmerz!

Und ich vergehe dann mal in meinem eigenen persönlichen Herzschmerz, der bei mir aufkommt, wenn ich nur daran denke, dass ich bis März nächsten Jahres auf den letzten und 3. Band warten muss …!

Und vergesst nicht und denkt immer dran:
Gegen die Macht der Liebe ist man einfach wehrlos – wenn man liebt, dann liebt man …

Wie kann man sein Herz also retten, wenn einen ausgerechnet die Person, die man so liebt, hintergeht?

Wie kann man man im Gegenzug das Vertrauen und die Liebe der Person, die man liebt, erhalten, wenn man sie hintergehen MUSS und ihr nicht die Wahrheit der Hintergründe erzählen darf?

„Götterfunke – hasse mich nicht“ ist ein absolutes Gefühls-Buch!
Für mich eines der besten Bücher der Autorin überhaupt!
Die Geschichte knüpft nahtlos an Band 1 an und ist für mich noch charakterstarker, tiefgründiger und fesselnder als der erste Teil!
Das Buch strotzt vor Dramatik und Emotionen, denen man sich unmöglich entziehen kann.

(ich hätte gerne ein 6. Büchlein ;-))

Rezension zu „Liebe mich nicht (1)“
Rezension zu „Verlasse mich nicht (3)“

☼eure Nicole☼

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