Katharina Herzog – Zwischen dir und mir das Meer

Katharina Herzog – Zwischen dir und mir das Meer

rezensiert von Daniela, am 07. Mai 2018
– Rezensionsexemplar –

Titel: Zwischen dir und mir das Meer
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Katharina Herzog
Genre: Roman
Verlag: Rowohlt
Seitenanzahl: 352 Seiten
Erscheinungstermin: 24. April 2018
ISBN-10: 3499274205
ISBN-13: 978-3499274206
Bild- & Klappentextquelle: Amazon

Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limoncello daraus!

Lena führt ein zurückgezogenes Leben auf Amrum. Sie sammelt Meerglas am Strand, das sie zu Schmuck verarbeitet. Damit möchte sie sich etwas von dem zurückholen, was ihr die See einst genommen hat: Vor fast 20 Jahren ist Lenas Mutter, eine gebürtige Italienerin, morgens zum Schwimmen gegangen und nie zurückgekehrt.
Als Lena eines Tages auf dem Heimweg den Italiener Matteo trifft, knistert es überraschend heftig zwischen den beiden. Aber am nächsten Morgen ist Matteo ohne ein Wort des Abschieds fort. Er hat eine Mappe zurückgelassen, in der Lena Fotos ihrer Mutter Mariella als junge Frau findet: so strahlend, wie Lena sie nie erlebt hat. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe reist Lena an die Amalfiküste, um etwas über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren – und um Matteo, den Mann mit den meergrünen Augen, wiederzusehen …

Eine verzwickte Geschichte …

… über Familie, Geheimnisse, Liebe und Trauer. Diese Geschichte bietet einige tragische Momente über den Lauf des Lebens.

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar aus dem Hause Rowolth bekommen. Vielen lieben Dank dafür.

Für mich hat sich der Klappentext nach einer Liebesgeschichte angehört. Gar nicht mal soooo geheimnisvoll, doch die eigentliche Geschichte bietet schon viele geheimnisvolle Momente.

Das erste Highlight war für mich, dass wir zwei Perspektiven geboten bekommen haben.
Zuerst erfahren wir etwas aus Mariellas Sicht. Lenas Mutter lernen wir von der Kindheit bis hin zum erwachsen werden kennen und ich habe dadurch schon einen eigenen Einblick in die Geschehnisse rund um ihrer Herkunft bekommen.
Die zweite Perspektive erhalten wir von Lena. Sie spiegelt die Gegenwart wieder. Auf der Suche nach Antworten zu dem früheren Leben ihrer Mutter, erhält sie Antworten und spürt Emotionen mit denen sie nicht gerechnet hat.

Beide habe ich sehr ins Herz geschlossen und ich habe mit beiden mitgefiebert, mitgelacht und auch mitgetrauert. Der Perspektivenwechsel war klasse umgesetzt. War ich bei Mariella in der Vergangenheit, wollte ich gar nicht mehr zu Lena wechseln. War ich bei Lena in der Gegenwart, wollte ich aber auch nicht mehr zu Mariella in die Vergangenheit wechseln. Es war so spannend geschrieben, das die Geschichte mich richtig gefesselt hat.

Mir wurden zu Beginn, zu viele Orte genannt, gerade auf der Insel Amrum, die ich nicht kannte, die aber als selbstverständlich erachtet wurden, so dass ich das ein oder andere mal etwas ins Straucheln kam. Da die einzelnen Orte aber eigentlich keine große Rolle spielen, habe ich diese schnell ausgeblendet. Nachdem wir in Italien gelandet sind, wurde meiner Meinung nach alles viel besser erklärt und ich wusste wieder, warum ich Italien so liebe. Nun steht auf meiner Wunsch-Reiseliste auch noch die Amalfiküste mit ihren Treppenwegen, die ich unbedingt bereisen möchte. Katharina Herzog hat mir alles so bildlich dargestellt, dass ich alles so detailliert vor Augen hatte und dass ich zwischenzeitlich selber dachte, zwischen Zitronenbäumen zu stehen.

Mein zweites Highlight in diesem Buch war, dass die Liebesgeschichten, die Mutter und Tochter erleben, bzw. erlebt haben, nicht im Vordergrund standen. Sie waren zwar schon präsent, aber das eigentliche Ziel der jeweiligen „Reisen“ wurde nicht in den Hintergrund gerückt.

Das Ende war für mich ein weiteres Highlight, denn es wurde nicht einfach alles zum Schluss aufgelöst, sondern schon im Vorfeld Stück für Stück und so war es für mich sehr harmonisch.

Den einzigen Stolperstein, den ich hatte war, dass Lena und ihre Schwester Zoe, bis ihre Mutter verstorben ist, zweisprachig aufgewachsen sind. Die beiden waren zu dem Zeitpunkt aber noch sehr jung und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie sie es so perfekt gelernt haben, dass sich niemand in Italien wundert, dass zwei deutsche Mädchen so gut italienisch sprechen.
Aber das ist mein einziger Kritikpunkt an dieser Geschichte und auch nur mein persönliches Empfinden.

Eine Reise durch die Vergangenheit in die Gegenwart. Eine etwas andere Familiengeschichte, die uns verschiedene Geheimnisse ans Licht bringen lässt. Eine tolle Story, die wir aus der Sicht einer Mutter und einer Tochter erleben dürfen.

* eure Daniela *

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