Henriette Hermine Settmacher – Hinter dem Spiegel: Geheime Seelen

Henriette Hermine Settmacher – Hinter dem Spiegel: Geheime Seelen

rezensiert von Nicole am 01.08.2018
-Rezensionsexemplar-

Titel: Tödliche Dornen (2/?)
Reihe: Hinter dem Spiegel
Autor: Henriette Hermine Settmacher
Genre: Jugend-Fantasy
Verlag: Deutsche Literaturgesellschaft
Seitenanzahl: 469
Erscheinungsdatum: 05.04.2018
ISBN-10: 3038311804
ISBN-13: 978-3038311805
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Nachdem Isabel Arandeen von der bösen Königin Lydia befreit hat, will sie eigentlich nichts weiter, als sich an der Uni einleben und mit Nikolas glücklich werden. Aber eine neue Aufgabe wartet bereits und holt sie in die Welt hinter dem Spiegel zurück.
Wird sie alle Hindernisse überwinden, ihre Freunde und ihre große Liebe retten können?

Lange habe ich auf den, von mir heiß ersehnten, 2. Teil von „Hinter dem Spiegel“ gewartet.
Schließlich hat mich der erste Teil bereits sehr begeistert, obwohl ich ein paar Kritikpunkte hatte. Kritikpunkte, die in Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei der Autorin um einen jungen Teenager handelt, fast schon kaum erwähnenswert waren.

Nun habe ich das Buch „Geheime Seelen“ beendet und bin tatsächlich erst mal echt baff und auch ein wenig sprachlos …

Zum einen, hat mich die junge Autorin sehr überrascht. Sie ist über sich hinaus gewachsen und hat sich enorm weiter entwickelt, wie man an dem gut durchdachten, abwechslungsreichen und stets spannenden Plot spüren konnte.

Mir wurde beispielsweise die Hauptprotagonistin Isabel Parks im Laufe der Geschichte immer unsympathischer und ihre Handlungen und Gefühle waren für mich nicht mehr wirklich nachvollziehbar, was mich zwischendurch sogar etwas genervt und geärgert hat. Wenn ich euch jetzt sage, dass dieses Gefühl vermutlich bewusst hervorgerufen wurde und wir am Ende eine passende und nicht vorhersehbare Erklärung dafür bekommen, dann spricht das sicherlich für die ausgefuchste Denkweise der jungen Schriftstellerin!

Ihr Schreibstil liest sich auch sehr erwachsen, er ist eine Mischung aus hart und brutal und jugendlich leicht. Das Geschehen beschreibt die Autorin unwahrscheinlich bildlich, ich hatte alles super vor Augen. Einzig die Personenbeschreibungen wirkten auf mich hin und wieder wie aneinandergereihte, aufgezählte Merkmale, aber ich bin sicher, dass Henriette Hermine Settmacher, wenn sie sich weiterhin schriftstellerisch so grandios entwickelt, auch das bald fließender in den Text einbauen wird. Ein paar offene Fragen sind auch geblieben, bzw. hätte ich mir hin und wieder eine nähere Erklärung gewünscht.

Die Handlung hat wirklich allerlei zu bieten und die Szenarien wechseln schnell und oft. Das macht die Geschichte so fesselnd, denn man will einfach wissen, wie es weiter geht, wer hier wirklich Gut und Böse ist, warum mancher so handelt wie er handelt und ob alles letztendlich ein gutes Ende nehmen wird.

Ich war übrigens zu Beginn gleich mitten im Geschehen und hatte die Welt von Isabel Parks sofort wieder vor Augen, denn der Einstieg wurde mir durch nebenbei eingefügte Erklärungen zum Vorgängerband, sehr leicht gemacht. Man kann diesen Band somit auch unabhängig vom ersten lesen, aber ich empfehle von vorne zu beginnen, damit man voll und ganz im Bilde ist und Isabels Erfahrungen „Hinter dem Spiegel“ komplett von Anfang an erlebt.

Isabel muss also zurück „Hinter den Spiegel“, zurück nach Arandeen, denn neue Aufgaben erwarten sie.

Es wäre ja zu schön gewesen, um wahr zu sein, aber natürlich kann Isabel nicht einfach völlig unbeschwert ihr neues Uni-Leben genießen, nein, denn schlimme Ereignisse zwingen sie zurück in die Spiegelwelt. Dort erfährt sie Dinge, die ihr den Boden unter den Füßen weg reißen und sie macht Erfahrungen, die sie erkennen lassen, dass sie ihr Leben leider nicht so unbeschwert und „normal“ weiter führen kann, wie sie es sich erhofft hat.

Intrigen, Lügen, Eifersucht, Hass, Vertrauensmissbrauch und eine gefestigte Liebe, die zu zerbrechen droht erwarten euch, gepaart mit neuen Freundschaften, unglaublichen Erkenntnissen und magischen Elementen und Personen, die mich hin und wieder positiv an Harry Potter erinnert haben.

Die Endszenen des Buches waren übrigens sehr dramatisch und ergreifend und lassen mich ein wenig traurig zurück, denn ich habe mir einen anderen Ausgang gewünscht.
Allerdings lassen sie auch meine Vorfreude auf Band 3 steigern, denn zu Ende erzählt ist Isabel Parks Geschichte noch ganz und gar nicht, wie der Schluss und der Epilog erahnen lassen.

Das Buch hat übrigens ein ganz fantastisches Korrektorat durchlaufen, was ich an dieser Stelle erwähnen möchte, da ich das beim ersten Teil kritisiert hatte.

Ein wirklich gelungener Anschluss an den ersten Teil. Der 2. Teil von „Hinter dem Spiegel“ wirkt noch durchdachter und erwachsener als der erste.

Rezension zu „Hinter dem Spiegel – Tödliche Dornen (1)“

☼eure Nicole☼

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