Frank Kodiak – Amissa – Die Verlorenen

Frank Kodiak – Amissa – Die Verlorenen

rezensiert von Nicole am 09.11.2020
-Rezensionsexemplar-

Titel: Amissa – Die Verlorenen
Reihe: Kantzius 1/3, abgeschlossenes Buch
Autor: Frank Kodiak
Genre: Thriller
Verlag: Droemer
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsdatum: 02.11.2020
ISBN-13: 978-3426307632
Bildquelle/Klappentext: Amazon

In einer regnerischen Herbstnacht werden die Privatdetektive Rica und Jan Kantzius Zeugen eines grauenhaften Zwischenfalls an einer Autobahn-Raststätte: Ein panisches Mädchen rennt direkt auf die Fahrbahn und wird von einem Auto erfasst, jede Hilfe kommt zu spät. An der Raststätte findet sich die Leiche eines Mannes, der das Mädchen offenbar entführt und sich dann erschossen hat.
Die Privatdetektive stellen Nachforschungen an und finden heraus, dass es weitere Teenager gibt, die auf ähnliche Weise kurz nach einem Umzug verschwunden sind. Eine Spur führt zu „Amissa“, einer Hilfsorganisation, die weltweit nach vermissten Personen sucht und für die Rica arbeitet. Plötzlich ist nichts mehr wie es war, und Rica und Jan kommen Dingen auf die Spur, von denen sie lieber nie gewusst hätten.

Gleich vorweg: „Amissa – Die Verlorenen“ gehört für mich eher in die Sparte Krimi und ist somit nur bedingt ein klassischer Thriller, wie ausgeschrieben.
Wir begeben uns mit dem Ermittlerehepaar Rica und Jan Kantzius auf die Suche nach Antworten, bekommen aber gleichzeitig zwischendurch Einblicke in Situationen der Täter.
Somit sind wir Rica und Jan immer ein kleines Stück voraus.
Das hat zwar auf der einen Seite für den Nervenkitzel zwischendurch gesorgt, allerdings hat es der Geschichte auch ein wenig Undurchsichtigkeit geraubt.
Ich habe mich nämlich immer gut informiert gefühlt und konnte schnell vieles miteinander kombinieren. Das hat mich fast ein bisschen gestört, denn bei einem Thriller tappe ich schon gerne mal ein wenig länger im Dunkeln.
Zum Glück gab es aber doch noch gegen Ende den einen oder anderen Überraschungsmoment.

Rica und Jan dominieren für mich die Story absolut. Wir lernen sie von einer sehr privaten und persönlichen Seite kennen, was grundsätzlich sehr wichtig ist, denn die Geschichte rund um die beiden findet eine Fortsetzung, wenngleich der eigentliche, im Klappentext erwähnte Fall rund um die vermissten Mädchen, hier einen Abschluss findet.

Mich lässt das Buch schlussendlich ein wenig zwiegespalten zurück.
Ich fand die Story wahnsinnig interessant, mir gingen aber leider Rica und Jan hin und wieder ziemlich auf den Keks. Ihre Beziehung stand mir oft zu sehr im Vordergrund, so wollte ich doch mit der Suche nach den vermissten Mädchen einfach nur weiter kommen.

Der Erzählstil von Frank Kodiak ist auf der einen Seite sehr angenehm, flüssig und verständlich, war mir aber hin und wieder einfach zu weit weg von der Geschichte und wirkte mir oft zu aufgezählt.
Ich wäre gerne öfter mitten drin im Geschehen gewesen, als alles nur erzählt zu bekommen.
Ich muss dazu sagen, dass ich aber auch keine typische Krimi-Leserin bin.

Fakt ist, wer mit Rica und Jan sympathisiert, der wird sich auch Band 2 nicht entgehen lassen können, denn am Ende wird klar, da müssen noch so einige Antworten her, was das Leben und die Vergangenheit von Rica und Jan betreffen.

Ein solider Krimi, mit einer interessanten und brutalen Story, die leider das wahre Leben geschrieben haben könnte.

„Amissa- Die Verlorenen“ steht und fällt für mich mit dem Ermittlerehepaar Rica und Jan. Sie machen die Story aus. Wer die beiden mag, wird sicher auch die anderen beiden Teile der Trilogie lesen wollen, wobei der eigentliche Kriminalfall hier seinen Abschluss findet.

☼eure Nicole☼

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