Elica Freudenreich – Goldrauschgift – Angels are Falling

Elica Freudenreich – Goldrauschgift – Angels are Falling

rezensiert von Nicole am 16.02.2019
-Rezensionsexemplar-

Titel: Goldrauschgift – Angels are Falling
Reihe: Goldrauschgift (1/?)
Autor: Elica Freudenreich
Genre: Dark Romantasy mit Erotikanteil
Verlag: Hawkify Books
Seitenanzahl: 282
Erscheinungsdatum: 28.02.2019
ISBN-10: 3947288557
ISBN-13: 978-3947288557
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Eine Begegnung, die alles verändert.
Ein Schicksal, das nicht abzuwenden ist.
Ein Feind, dessen Augen wie goldener Honig schimmern …

Auf der Flucht vor dem Titan Python gerät Marie in ein Netz aus Lügen und Magie. Während der Gegner ihre Schwäche für Gold nutzen will, um sie zum Aufgeben zu bewegen, beginnt sich die junge Cherubim zu fragen, wer tatsächlich Freund und Feind ist.
Warum nur kommt ihr der mächtige Titan so bekannt vor?

Unwissend auf der Erde wandelnd, versucht sie, das Geheimnis ihrer Vergangenheit zu entschlüsseln. Dabei bringt sie das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse gefährlich zum Wanken …

Obwohl ich den Schreibstil der Autorin sehr mag, war das Buch leider gar nichts für mich.
Ich war während dem Lesen durchgehend verwirrt: Das Setting hat mich verwirrt, der Plot hat mich verwirrt, die Protagonisten haben mich verwirrt und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was genau mir die Story eigentlich vermitteln wollte. Vielleicht habe ich sie auch einfach nicht verstanden, wer weiß.

Es ist schwierig in Worte zu fassen, was mich konkret gestört hat, ohne inhaltlich zu viel zu verraten.

Der Klappentext hat mich jedenfalls sehr neugierig gemacht. Er verspricht eine interessante Fantasy-Geschichte im Engel-Kosmos, gepaart mit so einigen Geheimnissen oder Intrigen.

Von Magie und von Lügen ist die Rede. Von beidem bekommt man auch eine ganze Menge und zwar so viel, dass man einfach nicht mehr weiß, was überhaupt Sache ist. Allerdings nicht auf positive, Neugier weckende und fesselnde Art und Weise. Ich konnte das Geschriebene oft einfach nicht nachempfinden oder verstehen.

Es liegt jede Menge direkte Erotik in der Luft, sowie Sex , Macht und Magie. Es wird auch von Liebe gesprochen. Diese Liebe konnte ich persönlich jedoch nicht wirklich spüren oder nachvollziehen.

Mal wird von Magieeinfluss und mal von echter Liebe geredet. Für mich gibt es aber nur „entweder“, „oder“. Entweder man liebt rein, frei und somit echt oder man liebt, weil man beeinflusst wurde, dann ist daran aber nichts mehr echt. Das war sicherlich mein Hauptproblem bei der Geschichte, dass ich das einfach nicht trennen, unterscheiden und verstehen konnte.

Man bekommt in der Story wirklich ne Menge Information geliefert, man erhält aber nie die Gelegenheit, dieses auch zu verarbeiten, da alles eher nur nüchtern-rasant geschildert wird. Ich hätte gerne mal selber etwas entdeckt und dadurch einen Aha-Effekt oder einen Überraschungsmoment gehabt, der mich an die Geschichte bindet und mich in die Story zieht.

Die Story ist für mich grundsätzlich eher eine komplizierte Erotikgeschichte mit kleinen Fantasyelementen, deren Ausarbeitung für mich generell sehr flach rüber kam.
Da bin ich auch von vorne herein mit anderen Erwartungen heran gegangen und habe einen größeren Fantasy-Anteil erwartet.
Die Autorin hat hier inhaltlich eine Menge vor gehabt, das spürt man auch, es dann aber nicht tief genug ausgearbeitet, so dass man eine zusammenhängende Geschichte wirklich fühlen kann.

Leider konnte ich auch die Protagonisten gar nicht greifen und verstehen. Sie haben mich mit ihren verstörenden Gedanken, vermeintlichen Gefühlen und immer wiederkehrenden Handlungen regelrecht genervt und abgestoßen, alle beide. Ihre Grundbasis, die ich hier nicht erwähnen kann, war für mich der Gipfel an Unverständnis.

Allgemein könnte man sagen, dass ich weder Marie noch Python mochte.

Marie, die zu Beginn als Wächter-Cherubim einen charismatischen und willensstarken Eindruck macht, entpuppt sich sehr früh als schwach, berechnend, gierig und willenlos. Später, als sie plötzlich auf der Erde wandelt, wird sie zusätzlich auch noch mega naiv, weichgespült und für mich nur noch nervig.

Der Titan Python, der als stark, mächtig, anziehend und magisch dar gestellt wird, ist von Anfang an egozentrisch, manipulativ, machthungrig und hat mich auf der ganzen Linie abgestoßen. Zudem steckt in ihm eine für mich widerliche Art Dämon, die es mir persönlich unmöglich macht, ihn auch nur ansatzweise in irgendeiner Form anziehend zu finden.

Insofern haben Marie und Python sogar irgendwie zueinander gepasst. Ich hätte nur gerne auch ihre Handlungen und ihre Beziehung zueinander wirklich fühlen und verstehen wollen, aber das konnte mir die Geschichte leider nicht vermitteln. Es hat an meiner Fassade gekratzt, denn Potential hat die Story, aber das Gelesene konnte leider nicht in mein Innerstes dringen.

Für mich war das Buch leider nichts, ich hatte da eindeutig andere Erwartungen und Vorstellungen. Da das aber nur meine persönliche subjektive Meinung darstellt, muss es euch ja nicht genauso gehen.

Ein für mich mehr als verwirrendes Buch mit einer großen Handlung, die man aber eher nüchtern geschildert bekommt, ohne sie richtig miterleben oder mitfühlen zu können.

Man muss Erotikszenen mögen, man muss den klassischen finsteren Bad Boy mögen, man muss den naiv-willigen weiblichen Gegenpart mögen und man darf kein Problem damit haben, dass das Objekt der weiblichen Begierde ein dunkler Dämon ist. Wer dann noch das Erzählte einfach als gegeben hin nehmen kann, ohne es hinterfragen zu müssen, der hat hiermit vielleicht sein nächstes Buch gefunden und könnte Gefallen daran finden. Bei mir war das leider nicht der Fall.

☼eure Nicole☼

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