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Kategorie: Thriller

Sebastian Fitzek – Das Geschenk

Sebastian Fitzek – Das Geschenk

rezensiert von Nicole am 03.11.2019
-Rezensionsexemplar-

Titel: Das Geschenk
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Psychothriller
Verlag: Droemer HC
Seitenanzahl: 368
Erscheinungsdatum: 23.10.19
ISBN-10: 3426281546
ISBN-13: 978-3426281543
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Milan Berg steht an einer Ampel, als ein Wagen neben ihm hält. Auf dem Rücksitz ein völlig verängstigtes Mädchen. Verzweifelt presst sie einen Zettel gegen die Scheibe. Ein Hilferuf? Milan kann es nicht lesen – denn er ist Analphabet! Einer von über sechs Millionen in Deutschland. Doch er spürt: Das Mädchen ist in tödlicher Gefahr.
Als er die Suche nach ihr aufnimmt, beginnt für ihn eine albtraumhafte Irrfahrt, an deren Ende eine grausame Erkenntnis steht: Manchmal ist die Wahrheit zu entsetzlich, um mit ihr weiter zu leben – und Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden.

Hier kommt sie nun, die allererste nicht ganz so euphorische Bewertung für ein Buch meines Lieblingsautors Sebastian Fitzek.

Die Story rund um den Analphabeten Milan Berg ist grundsätzlich mega fesselnd und trotz extrem vieler Verwirrungen auch rund und gut durchdacht am Ende, mich konnte sie nur leider nicht so ganz abholen.

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Martin Krist – Engelsgleich

Martin Krist – Engelsgleich

rezensiert von Nicole am 14.09.2019

Titel: Engelsgleich
Reihe: Problemlöser David Gross (2/3)
Autor: Martin Krist
Genre: Thriller
Verlag: epubli
Seitenanzahl: 504
Erscheinungsdatum: 31.12.2018
ISBN-10: 3746798280
ISBN-13: 978-3746798288
Bildquelle/Klappentext: Amazon

RASANT! PACKEND! KNALLHART!

In Berlin wird Hauptkommissar Paul Kalkbrenner zu einem Tatort gerufen. Auf einem Fabrikgelände wurde der verstümmelte Leichnam einer jungen Frau entdeckt. Unweit davon befinden sich stinkende Kloakebecken. Fassungslos müssen Kalkbrenner und seine Kollegin Sera Muth ansehen, wie eine Leiche nach der anderen aus den Gruben geholt wird.
Ist unter ihnen auch die verschwundene Merle, die von ihrer Pflegemutter Juliane Kluge verzweifelt gesucht wird?

Ein verschwundenes Mädchen. Eine verzweifelte Mutter. Eine grauenhafte Entdeckung.

Puh, man sollte meinen, dass man allmählich abgestumpfter wird, wenn man bereits mehrere Bücher von Martin Krist gelesen hat, doch dem ist leider nicht so.
Tatsächlich ist dies der erste Thriller des Autors, bei dem ich sogar geweint habe. Ich habe das furchtbare Szenario und die entstandenen Bilder in meinem Kopf nämlich kaum ertragen.

Dabei dachte ich zwischendurch noch, dass mir dieses mal die gewohnt vielen Handlungsstränge fast zu viele waren.
Die Lage wurde nämlich immer verzwickter, je weiter die Story vorangeschritten ist. Ich musste mich gefühlt mehr konzentrieren als üblich, allem zu folgen.
Zudem war hin und wieder mein Gedanke, dass der Geschichte 100 Seiten weniger vielleicht nicht geschadet hätten, denn man lernt dieses mal die Charaktere wahnsinnig intensiv kennen, was grundsätzlich super ist, aber auch die Geschichte bremsen kann.

Die Story ist schon durchweg fesselnd, nicht, dass da ein falscher Eindruck entsteht, denn schockierende Luftanhalt-Momente gibt es wahrlich genug.
Ich hatte nur den Eindruck, dass man sich oft mit Nebensächlichkeiten viel zu intensiv beschäftigt, statt die Geschichte weiter voran zu treiben.

Schlussendlich muss ich sagen, dass ich da einfach zu ungeduldig war, denn erst gegen Ende habe ich erkannt, dass der Autor mich nur auf das Finale vorbereitet und dafür gesorgt hat, dass ich durch die beschriebenen Intensität, nur tiefer in die Story geholt werde.

Das Endresultat dessen war für mich, dass mein emotionaler Fall auf den letzten Seiten des Buches auch entsprechend tief war.

Ich habe so tief in der Story drin gesteckt, dass es mich für sämtliche kleine Längen und den Mini-Knäuel in meinem Kopf entschädigt hat und ich eine echte innere Leere verspürt habe, als die Geschichte zu Ende erzählt und alle Fälle geschlossen waren.

Ist das jetzt als ein brillanter oder gemeiner Schachzug des Autors zu betrachten? Das dürft ihr bitte selber entscheiden.

Dann will ich euch mal einige Charaktere vorstellen, aber nur ein paar, denn das sind noch lange nicht alle!

Da wäre natürlich Kommissar Paul Kalkbrenner, der seinen Job sehr ernst nimmt. Seine eigenen privaten Problemchen wirken so herrlich natürlich und das hat ihn mir sehr sympathisch gemacht.

Der wohl vielschichtigste und interessanteste Protagonist ist sicherlich Markus. Aus ihm wurde ich lange Zeit nicht schlau, obwohl ich natürlich so meine Vermutungen hatte. Wer oder was er wirklich ist, was er zu verbergen hat und was seine Ziele sind, müsst ihr aber natürlich selber heraus finden.

Die Person, mit der ich mich als Mutter wohl am ehesten identifizieren konnte, war Juliane Kluge. Sie ist eine Löwenmutter, die sich nicht von ihrem Weg abbringen lässt, selbst, wenn es sie alles kostet und sie zeigt, dass echte Mutterliebe nicht an Blut gebunden ist.

Kommissar Toni Risse aus Band 1 hat übrigens auch einen kurzen Auftritt.

Ich hätte übrigens gerne eine Erklärung, wie der Autor zu dem Titel „Engelsgleich“ kommt, denn engelsgleich ist an dem Buch gar nichts. Einige Protagonisten scheinen sogar ziemlich offensichtlich direkt aus der Hölle zu stammen.
Es gibt in diesem Buch so viele verschiedene abscheuliche Taten, dass ich mich nicht entscheiden könnte, welcher ich das Perversions-Krönchen aufsetze. Mein Repertoire an Schimpfwörtern hat sich jedenfalls durch dieses Buch selbständig erweitert, denn ich brauchte neue Bezeichnungen für manch abartigen Charaktere. Oftmals wollte ich mich gerne übergeben und einmal war mir wie erwähnt einfach nur zum Heulen zumute.

Die Story ist als 2. Teil der „Problemlöser David Gross-Reihe“ ausgeschrieben, doch meiner Meinung nach, und das sage ich bei Reihen äußerst selten, kann man diesen Band völlig unabhängig lesen oder sogar mit diesem beginnen und danach Band 1 lesen. Es fehlen einem dann vielleicht ein paar Aha-Effekte, aber ich denke, die funktionieren anders herum gestartet, ganz genauso.

Dann will ich mich wohl mal auf „Brandstifter“, Band 3 der Reihe stürzen. 😉

Thriller und Krimis von Martin Krist haben für mich immer eine spezielle und sehr persönliche Note. Man erkennt sie an seiner genialen Mischung aus krassen Bildern, die er einem in den Kopf pflanzt, den kurzen knackigen Kapiteln, den wechselnden Protagonisten kapitelweise, der musikalischen Untermauerung nebenher und einer gewissen Direktheit.

„Engelsgleich“ war für mich mit mehr Längen gespickt als andere seiner Werke und ich musste durch die vielen Handlungsstränge irgendwie mehr mitdenken als sonst.
Dafür hat mich im Endergebnis die Story auch emotional so fertig gemacht, wie kein anderes seiner Bücher. Alles hatte eine unwahrscheinlich krasse Intensität.

Ich empfehle das Buch allen, die bereits „Drecksspiel“ gelesen haben, für sie ist es ein Muss, auch wenn es keine direkte Anschlusshandlung gibt.

Ihr dürft nicht zartbesaitet sein, denn ihr bekommt es hier mit Perversionen und Abartigkeiten zu tun, die es zu verkraften und auszulöschen gilt.
Man will sich gar nicht vorstellen, dass es solche Monster, mit denen uns Martin Krist da zusammen lässt, wirklich gibt.
Zum Glück gibt es auch Menschen, die nicht weg sehen, die nicht aufgeben und alles, was sie haben geben, um diesen Machenschaften ein Ende zu setzen.

4,5/5

☼eure Nicole☼

Leonie Haubrich – Die Totenkünstlerin

Leonie Haubrich – Die Totenkünstlerin

rezensiert von Nicole am 22.09.2019
-Rezensionsexemplar-

Titel: Die Totenkünstlerin
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Leonie Haubrich
Genre: Psychothriller
Verlag: Independently published
Seitenanzahl: 244
Erscheinungsdatum: 23.08.2019
ISBN-10: 1688169180
ISBN-13: 978-1688169180
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Jeder Tod ist einzigartig. Das Foto, mit dem sie ihn festhält, muss Vergangenheit und Zukunft verbinden, den Moment in seiner Schönheit und seinem Schrecken festhalten. Gleichzeitig muss die Totenkünstlerin dafür sorgen, im Verborgenen zu bleiben. Jahrzehntelang ist ihr das gelungen.
Eigentlich wollte sie Ellen schon als Kind töten. Doch aus dem Kind, das sich nicht erinnern kann, ist eine junge Frau geworden, die nicht nur in alten Todesfällen gräbt, sondern der Wahrheit gefährlich nahe kommt.
Das ruft die Totenkünstlerin erneut auf den Plan.

Mit „Die Totenkünstlerin“ erwartet euch ein sehr tiefgründiger Spannungsroman.
Für mich fällt das Buch nicht in die Sparte Psychothriller, denn dafür hat mir schlussendlich der Thrill gefehlt, was aber nicht heißen soll, dass ich das Buch nicht fesselnd fand!

Meiner Meinung nach führt der Klappentext hier bereits ein wenig in die Irre. Er gibt uns bereits kleine Einblicke in die Machenschaften der Totenkünstlerin. Tatsächlich taucht besagte Totenkünstlerin aber nur 3 mal kurz auf, um ihre Gedanken zum Besten zu geben. Mehr Auftritte hat sie nicht. Auch wird zwischendurch nicht von ihr geredet, weil sie niemandem bekannt ist. Sie wird uns Lesern quasi ganz zu Beginn des Buches vor gestellt, darf sich zwei mal kurz zwischendurch zu Wort melden und wird am Ende entlarvt. That’s it.

Es ist ganz klar hauptsächlich die Geschichte von Ellen, die wir hier lesen und nicht die der Totenkünstlerin. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, aber man sollte da einfach mit den richtigen Erwartungen an das Buch heran treten.

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Kim Roberts – Hochdorf

Kim Roberts – Hochdorf

rezensiert von Nicole am 30.08.2019

Titel: Hochdorf – Hasse deinen Nächsten
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Kim Roberts
Genre: Krimi
Verlag: Books on Demand
Seitenanzahl: 404
Erscheinungsdatum: 03.07.2019
ISBN-10: 3738617477
ISBN-13: 978-3738617474
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Dieses Buch ist eine neu lektorierte und überarbeitete Neuauflage des Romans „Strom – ein schwäbischer Krimi“ aus dem Jahr 2008.

SIE TRÄUMEN VON EINEM FRIEDLICHEN LEBEN AUF DEM LAND? TRÄUMEN SIE WEITER!

Ein Dorf, eine Nacht, zwei Verbrechen: Während in der Nachbarschaft ein Bauernhof bis auf die Grundmauern niederbrennt, wird in der Führanlage des Reiterhofs Hochdorf eine Leiche gefunden. Dabei handelt es sich um den Augsburger Neonazi Werner Holland. Der zuständige Kommissar Tarek Breitner, ein Halb-Türke mit einer Vorliebe für Whisky-Cola aus der Dose, kommt im schwarzbraunen Hochdorf nicht gut an. Umso besser jedoch bei der Reitlehrerin Lola, die sofort in den Kreis der Hauptverdächtigen rückt.

Wer auf der Suche nach einem ganz klassischen und typischen Krimi ist, der sollte vielleicht nicht unbedingt zu „Hochdorf“ greifen. Dieses Schätzchen hier ist sehr speziell, passt für mich in keine konkrete Schublade und somit hatte es mich sofort. Ich fand das Buch genial.

Vom Grundsatz her lässt sich „Hochdorf“ natürlich schon erwartungsgemäß krimimäßig lesen, schließlich müssen zwei Verbrechen aufgeklärt werden und mit Kommissar Tarek Breitner haben wir hier auch einen echt coolen Ermittler an die Seite gestellt bekommen.

Dann gibt es hier jedoch auch diese Momente, wo ich dachte, eine ziemlich bissige Satire vor mir liegen zu haben, denn vieles wirkte schon etwas überzogen und fast übertrieben.
Hin und wieder fragte ich mich auch, ob ich nicht doch in einem abartigen Horrorthriller gelandet bin.

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Stina Jensen – SERRA DE TRAMUNTANA – Blutrot

Stina Jensen – SERRA DE TRAMUNTANA – Blutrot

rezensiert von Nicole am 24.08.2019
-Rezensionsexemplar-

Titel: SERRA DE TRAMUNTANA – Blutrot
Reihe: Levke Sönkamp (2/?)
Autor: Stina Jensen
Genre: Krimi
Seitenanzahl: 320
Erscheinungsdatum: 01.09.2019
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Eine Finca in den Bergen der Tramuntana. Levke Sönkamp will dort in einem Workshop endlich zur inneren Ruhe finden. Doch was so vielversprechend begann, mündet in einen Alptraum.
Eine Teilnehmerin kehrt vom morgendlichen Yoga nicht zurück. Kurz darauf ist eine weitere Person verschwunden. Levke wendet sich an die Polizei. Chefinspektor Barceló wird hellhörig, denn er ermittelt im Rahmen einer Schmiergeldaffäre in einem Todesfall, der sich ganz in der Nähe zugetragen hat. Gibt es eine Verbindung? Was haben die anderen Gruppenteilnehmer und der Therapeut zu verbergen?
Als eine grausam zu Tode gekommene Frau gefunden wird, drohen nicht nur Levkes alte Wunden aufzubrechen, sondern auch für Jordi Barceló alles außer Kontrolle zu geraten …

Dies ist der 2. Teil der Mallorca-Krimireihe von Stina Jensen. Die Romane können unabhängig voneinander gelesen werden, es erhöht jedoch das Lesevergnügen, mit dem ersten Band zu beginnen.

Band 2 der Mallorca-Krimireihe führt uns dieses mal aus der Hauptstadt heraus, denn wir reisen mit Levke in die Gebirgslandschaft Mallorcas. In den Bergen plant sie, in einer gemütlichen Finca einen Workshop zu besuchen, der ihr helfen soll, zur Ruhe zu kommen und von dem sie sich erhofft, einen Weg zu finden, um ihre traumatische Vergangenheit besser verarbeiten zu können.

Tja, es kommt natürlich alles anders als erwartet und geplant. Genau genommen entwickelt sich diese therapeutische Zusammenkunft gleich von Anfang an zu einem Desaster. Warum genau, müsst ihr natürlich selber heraus finden.

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