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Kategorie: Thriller

Sebastian Fitzek – Das Joshua Profil

Sebastian Fitzek – Das Joshua Profil

rezensiert von Nicole am 27.02.2020

Titel: Das Joshua Profil
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Psychothriller
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 432
Erscheinungsdatum: 14.10.16
ISBN-10: 3404175018
ISBN-13: 978-3404175017
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß … im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.

Herr Fitzek hat es wieder getan …

Er hat mich an sein Buch gefesselt und ich habe für ein paar Stunden alles um mich herum vergessen.

Kein Wunder, schließlich musste ich Max Rhode zur Seite stehen, einem wenig erfolgreichen Schriftsteller, dessen Leben von jetzt auf gleich Kopf steht. Wer wäre ich denn, wenn ich ihn nicht unterstützen würde?
Fassungslos habe ich mit ihm gemeinsam 1000 Fragezeichen im Kopf gehabt, konnte einfach nicht verstehen, warum, wieso, weshalb Dinge passieren und so dermaßen aus den Fugen geraten können.
Wer Bücher von Sebastian Fitzek kennt, der weiß, dass es einfach nichts gibt, was bei ihm unmöglich ist. Je abgedrehter und unrealistischer eine Situation auch erscheinen mag, Herr Fitzek packt sie an und löst sie auch am Ende zufriedenstellend auf. So war es auch dieses mal.

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Nadine Teuber – Henkers Mahlzeit

Nadine Teuber – Henkers Mahlzeit

rezensiert von Nicole am 22.03.2020
-Rezensionsexemplar-

Titel: Henkers Mahlzeit
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Nadine Teuber
Genre: Thriller
Verlag:
Seitenanzahl: 311
Erscheinungsdatum: März 2020
ISBN-10:
ISBN-13:
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Eine Gesellschaft, die in kollektiver Isolation durch Smartphones versinkt.
Eine Stadt voller Egozentriker.
Und mittendrin: Hanna.

Als die Polizei vor ihrer Tür steht, flüchtet sie mit Pierre, denn sie weiß genau, was sie getan hat. Doch wer sind die wortkargen Personen, die mit ihnen reisen? Hanna ist fest entschlossen, es herauszufinden, weiß sie doch, dass nicht jeder die Reise überleben wird …

Wenn du Menschen begegnest, die sich nichts mehr wünschen, als wieder Menschen zu sein, in all ihrer Einfachheit und all den minimalistischen Gedanken, wie Gott sie erschuf …

Wenn Menschen auftauchen, die in kein System oder keine Schublade gepresst werden wollen …

Wenn dir liebende, verzweifelte Mütter begegnen, die zu Kriminellen werden …

Wenn du auf Kinder triffst, die sich selbst vernachlässigt fühlen, die misshandelt werden
und das Gefühl haben, zu stören …

Wenn du auf Menschen stößt, die sich gehen lassen und einfach das Leben ohne nachzudenken an nehmen wie es am bequemsten ist, ohne Rücksichtnahme auf irgendwen, ohne mögliche Folgen zu beachten …

Wenn du Menschen siehst, die schlimme Fehler begehen, weil ihr Lebensziel zu verschwinden droht …

Wenn du bemerkst, dass offensichtliche Gutmenschen und stille Mitläufer aus sich heraus gehen und die Kontrolle verlieren und so richtig durch drehen …

Wenn du auf Moralprediger triffst, die Gott spielen und aus denen Richter und Rächer werden …

Dann bist du wohl in „Henkers Mahlzeit“ gelandet.

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Sabine Thiesler – Der Keller

Sabine Thiesler – Der Keller

rezensiert von Nicole am 23.11.2019
-Rezensionsexemplar-

Titel: Der Keller
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Sabine Thiesler
Genre: Thriller
Verlag: Heyne Verlag
Seitenanzahl: 480
Erscheinungsdatum: 23.09.2019
ISBN-10: 3453271483
ISBN-13: 978-3453271487
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Hannah und Heiko sind glücklich verheiratet und freuen sich auf ihr erstes Kind. Da erreicht Hannah der Hilferuf ihres Vaters: Ihre Mutter sei depressiv und selbstmordgefährdet, Hannah möge doch bitte kommen. Trotz ihrer Schwangerschaft fliegt sie in die Toskana, wo ihre Eltern ein Ferienhaus besitzen. Im Flugzeug lernt sie einen charmanten Herrn kennen, und da der Flieger erst am späten Abend in Florenz landet, nimmt sie die Einladung des sympathischen Fremden zu einem Abendessen in seinem Palazzo gerne an. Seitdem gibt es von Hannah kein Lebenszeichen mehr. Ihre Familie ist vollkommen verzweifelt, und auch die Polizei ist ratlos. Denn Hannah ist nicht die letzte junge Frau, die in der Toskana spurlos verschwindet.

Dies war das erste Buch, welches ich von Sabine Thiesler gelesen habe und nun habe ich das dringende Bedürfnis, mich an ein weiteres Werk der Autorin zu wagen.

Das liegt nicht etwa daran, weil ich „Der Keller“ einfach nur überaus grandios fand, sondern primär daran, dass ich gerne wissen möchte, ob der Schreibstil, wie ich ihn in dem Buch kennen gelernt habe, generelles Programm ist.

Ich habe so einige persönliche Kritik zu äußern, kann aber dennoch mit Überzeugung sagen, dass ich durchweg spannende Lesestunden hatte. Diese Kombi kommt bei mir nicht allzu oft vor.

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Sebastian Fitzek – Das Geschenk

Sebastian Fitzek – Das Geschenk

rezensiert von Nicole am 03.11.2019
-Rezensionsexemplar-

Titel: Das Geschenk
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Psychothriller
Verlag: Droemer HC
Seitenanzahl: 368
Erscheinungsdatum: 23.10.19
ISBN-10: 3426281546
ISBN-13: 978-3426281543
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Milan Berg steht an einer Ampel, als ein Wagen neben ihm hält. Auf dem Rücksitz ein völlig verängstigtes Mädchen. Verzweifelt presst sie einen Zettel gegen die Scheibe. Ein Hilferuf? Milan kann es nicht lesen – denn er ist Analphabet! Einer von über sechs Millionen in Deutschland. Doch er spürt: Das Mädchen ist in tödlicher Gefahr.
Als er die Suche nach ihr aufnimmt, beginnt für ihn eine albtraumhafte Irrfahrt, an deren Ende eine grausame Erkenntnis steht: Manchmal ist die Wahrheit zu entsetzlich, um mit ihr weiter zu leben – und Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden.

Hier kommt sie nun, die allererste nicht ganz so euphorische Bewertung für ein Buch meines Lieblingsautors Sebastian Fitzek.

Die Story rund um den Analphabeten Milan Berg ist grundsätzlich mega fesselnd und trotz extrem vieler Verwirrungen auch rund und gut durchdacht am Ende, mich konnte sie nur leider nicht so ganz abholen.

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Martin Krist – Engelsgleich

Martin Krist – Engelsgleich

rezensiert von Nicole am 14.09.2019

Titel: Engelsgleich
Reihe: Problemlöser David Gross (2/3)
Autor: Martin Krist
Genre: Thriller
Verlag: epubli
Seitenanzahl: 504
Erscheinungsdatum: 31.12.2018
ISBN-10: 3746798280
ISBN-13: 978-3746798288
Bildquelle/Klappentext: Amazon

RASANT! PACKEND! KNALLHART!

In Berlin wird Hauptkommissar Paul Kalkbrenner zu einem Tatort gerufen. Auf einem Fabrikgelände wurde der verstümmelte Leichnam einer jungen Frau entdeckt. Unweit davon befinden sich stinkende Kloakebecken. Fassungslos müssen Kalkbrenner und seine Kollegin Sera Muth ansehen, wie eine Leiche nach der anderen aus den Gruben geholt wird.
Ist unter ihnen auch die verschwundene Merle, die von ihrer Pflegemutter Juliane Kluge verzweifelt gesucht wird?

Ein verschwundenes Mädchen. Eine verzweifelte Mutter. Eine grauenhafte Entdeckung.

Puh, man sollte meinen, dass man allmählich abgestumpfter wird, wenn man bereits mehrere Bücher von Martin Krist gelesen hat, doch dem ist leider nicht so.
Tatsächlich ist dies der erste Thriller des Autors, bei dem ich sogar geweint habe. Ich habe das furchtbare Szenario und die entstandenen Bilder in meinem Kopf nämlich kaum ertragen.

Dabei dachte ich zwischendurch noch, dass mir dieses mal die gewohnt vielen Handlungsstränge fast zu viele waren.
Die Lage wurde nämlich immer verzwickter, je weiter die Story vorangeschritten ist. Ich musste mich gefühlt mehr konzentrieren als üblich, allem zu folgen.
Zudem war hin und wieder mein Gedanke, dass der Geschichte 100 Seiten weniger vielleicht nicht geschadet hätten, denn man lernt dieses mal die Charaktere wahnsinnig intensiv kennen, was grundsätzlich super ist, aber auch die Geschichte bremsen kann.

Die Story ist schon durchweg fesselnd, nicht, dass da ein falscher Eindruck entsteht, denn schockierende Luftanhalt-Momente gibt es wahrlich genug.
Ich hatte nur den Eindruck, dass man sich oft mit Nebensächlichkeiten viel zu intensiv beschäftigt, statt die Geschichte weiter voran zu treiben.

Schlussendlich muss ich sagen, dass ich da einfach zu ungeduldig war, denn erst gegen Ende habe ich erkannt, dass der Autor mich nur auf das Finale vorbereitet und dafür gesorgt hat, dass ich durch die beschriebenen Intensität, nur tiefer in die Story geholt werde.

Das Endresultat dessen war für mich, dass mein emotionaler Fall auf den letzten Seiten des Buches auch entsprechend tief war.

Ich habe so tief in der Story drin gesteckt, dass es mich für sämtliche kleine Längen und den Mini-Knäuel in meinem Kopf entschädigt hat und ich eine echte innere Leere verspürt habe, als die Geschichte zu Ende erzählt und alle Fälle geschlossen waren.

Ist das jetzt als ein brillanter oder gemeiner Schachzug des Autors zu betrachten? Das dürft ihr bitte selber entscheiden.

Dann will ich euch mal einige Charaktere vorstellen, aber nur ein paar, denn das sind noch lange nicht alle!

Da wäre natürlich Kommissar Paul Kalkbrenner, der seinen Job sehr ernst nimmt. Seine eigenen privaten Problemchen wirken so herrlich natürlich und das hat ihn mir sehr sympathisch gemacht.

Der wohl vielschichtigste und interessanteste Protagonist ist sicherlich Markus. Aus ihm wurde ich lange Zeit nicht schlau, obwohl ich natürlich so meine Vermutungen hatte. Wer oder was er wirklich ist, was er zu verbergen hat und was seine Ziele sind, müsst ihr aber natürlich selber heraus finden.

Die Person, mit der ich mich als Mutter wohl am ehesten identifizieren konnte, war Juliane Kluge. Sie ist eine Löwenmutter, die sich nicht von ihrem Weg abbringen lässt, selbst, wenn es sie alles kostet und sie zeigt, dass echte Mutterliebe nicht an Blut gebunden ist.

Kommissar Toni Risse aus Band 1 hat übrigens auch einen kurzen Auftritt.

Ich hätte übrigens gerne eine Erklärung, wie der Autor zu dem Titel „Engelsgleich“ kommt, denn engelsgleich ist an dem Buch gar nichts. Einige Protagonisten scheinen sogar ziemlich offensichtlich direkt aus der Hölle zu stammen.
Es gibt in diesem Buch so viele verschiedene abscheuliche Taten, dass ich mich nicht entscheiden könnte, welcher ich das Perversions-Krönchen aufsetze. Mein Repertoire an Schimpfwörtern hat sich jedenfalls durch dieses Buch selbständig erweitert, denn ich brauchte neue Bezeichnungen für manch abartigen Charaktere. Oftmals wollte ich mich gerne übergeben und einmal war mir wie erwähnt einfach nur zum Heulen zumute.

Die Story ist als 2. Teil der „Problemlöser David Gross-Reihe“ ausgeschrieben, doch meiner Meinung nach, und das sage ich bei Reihen äußerst selten, kann man diesen Band völlig unabhängig lesen oder sogar mit diesem beginnen und danach Band 1 lesen. Es fehlen einem dann vielleicht ein paar Aha-Effekte, aber ich denke, die funktionieren anders herum gestartet, ganz genauso.

Dann will ich mich wohl mal auf „Brandstifter“, Band 3 der Reihe stürzen. 😉

Thriller und Krimis von Martin Krist haben für mich immer eine spezielle und sehr persönliche Note. Man erkennt sie an seiner genialen Mischung aus krassen Bildern, die er einem in den Kopf pflanzt, den kurzen knackigen Kapiteln, den wechselnden Protagonisten kapitelweise, der musikalischen Untermauerung nebenher und einer gewissen Direktheit.

„Engelsgleich“ war für mich mit mehr Längen gespickt als andere seiner Werke und ich musste durch die vielen Handlungsstränge irgendwie mehr mitdenken als sonst.
Dafür hat mich im Endergebnis die Story auch emotional so fertig gemacht, wie kein anderes seiner Bücher. Alles hatte eine unwahrscheinlich krasse Intensität.

Ich empfehle das Buch allen, die bereits „Drecksspiel“ gelesen haben, für sie ist es ein Muss, auch wenn es keine direkte Anschlusshandlung gibt.

Ihr dürft nicht zartbesaitet sein, denn ihr bekommt es hier mit Perversionen und Abartigkeiten zu tun, die es zu verkraften und auszulöschen gilt.
Man will sich gar nicht vorstellen, dass es solche Monster, mit denen uns Martin Krist da zusammen lässt, wirklich gibt.
Zum Glück gibt es auch Menschen, die nicht weg sehen, die nicht aufgeben und alles, was sie haben geben, um diesen Machenschaften ein Ende zu setzen.

4,5/5

☼eure Nicole☼