Alisha Mc Shaw & Katharina Groth – Und über uns das Licht

Alisha Mc Shaw & Katharina Groth – Und über uns das Licht

rezensiert von Nicole am 15.04.2020

Titel: Und über uns das Licht
Reihe: abgeschlossenes Buch
Autor: Alisha Mc Shaw & Katharina Groth
Genre: Romantasy/Science Fiction
Verlag: Hawkify Books
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsdatum: 08.01.2019
ISBN-10: 3947288921
ISBN-13: 978-3947288922
Bildquelle/Klappentext: Amazon

Wir schreiben das Jahr 2684. Nach einer Klimakatastrophe lebt die Menschheit 10.000 Meter unter der Meeresoberfläche in einer riesigen Unterwasserstation, genannt »D.U. Atlantis«.

Als sich Valea und Corvin das erste Mal begegnen, überkommt beide das seltsame Gefühl, sich schon zu kennen. Nach anfänglicher Skepsis und einer unerklärlichen Sehnsucht nach einander fangen sie an, den Dingen auf den Grund zu gehen. Gemeinsam kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, dessen Tragweite sie zu spät begreifen.

Bücher, die ein Gemeinschaftswerk sind und in diesem Fall von 2 Autorinnen geschrieben wurden, finde ich im Vorfeld ja immer schon sehr spannend.
Schließlich hat jeder Autor seinen eigenen individuellen Schreibstil und dennoch erwarte ich als Leser, dass die geschriebenen Worte im Einklang sind und harmonieren.
„Und über uns das Licht“ wurde aus 2 Perspektiven geschrieben und sowohl Valea, als auch Corvin kommen abwechselnd mit ihren Gedanken zu Wort. Ich vermute mal, dass jede Autorin einen Charakter übernommen hat, denn hier war alles sehr stimmig und ich hatte nie das Gefühl, ein Buch aus der Feder von 2 Autorinnen zu lesen.

Tja, wo fange ich an … Ich nehme gleich mal vorweg, dass das Buch eine gute 4-Bücher-Berwertung von mir bekommt.

Ich erwähne das bewusst vorab, weil es eine lange Lesezeit wirklich so gar nicht danach aus sah.
Dieses Buch fällt nämlich absolut in die Kategorie: Halte durch, lass die Fragezeichen in deinem Kopf Fragezeichen sein, lies weiter und am Ende wird sich dann alles mehr oder weniger zufriedenstellend aufklären.

Ich hatte nämlich wirkliche Startschwierigkeiten.
Wir werden da in eine völlig neue Welt geworfen. Eine Welt, die uns Menschen unter Wasser und mit ziemlich unerhörten Regeln leben lässt.
Ich hatte sofort Fragen über Fragen im Kopf, doch komischerweise sämtliche Charaktere nicht. Auf der „D.U. Atlantis“ wird nach bestimmten Gesetzen gelebt, aber nichts, rein gar nichts wird hinterfragt, alles wird einfach so hingenommen, erscheint es auch noch so merkwürdig.
Die Menschen in der neuen Welt verfügen zwar über eine extreme High Technik, aber manche Dinge waren wiederum nicht möglich, was ich einfach nicht verstanden habe. Mir kam das komisch vor und ohne euch zu viel zu verraten: es gibt schlussendlich eine Erklärung dafür.

Dann hießen die männlichen Protagonisten entweder Calvin oder Corvin oder Cas. Da muss man ja durcheinander kommen! Zumindest haben die ähnlichen Namen es mir nicht leichter gemacht, die Charaktere gleich zuzuordnen.

Zudem war mir der Schreibstil teilweise echt ein wenig zu derb und locker angehaucht, was ich nicht so wirklich passend fand.

All diese Dinge haben mir den Einstieg also ziemlich erschwert, allerdings dachte ich mir irgendwann: Da stimmt doch was nicht! Und schon war mein „Ich-muss-die-Lücke-in-meinem-Kopf-füllen“-Syndrom erwacht!
Genauso ging es irgendwann tatsächlich auch Valea und Corvin und da bin ich einfach auf ihren Zug mit aufgesprungen und es wurde eine wirklich fesselnde Reise.

Ich bin ich ja ein bekennender Romantasy-Fan und die beiden haben mich echt abgeholt und durchhalten lassen.
Valea und Corvin sind echt starke Protagonisten, so stark man eben sein kann in einer Unterwasserstation, die sämtliche Regeln vorgibt und in der einem alles irgendwie nicht ganz koscher vor kommt.

Das Ende war spannend und echt zum Haareraufen. Es kam teilweise überraschend für mich, jedoch habe ich leider einen entscheidenden Aspekt bereits voraus geahnt. Macht aber nichts, denn auf jeden Fall ist die Auflösung auf der einen Seite höchst befriedigend, auf der anderen Seite zum Buch in die Ecke werfen!

Ihr versteht nur Bahnhof? Dann müsst ihr euch selber ein Bild machen, wenn die Neugier auf das Buch siegt, denn ich kann nicht noch mehr aus dem Nähkästchen plaudern, weil ich euch sonst spoilern würde.

Trotz einiger Kritikpunkte empfehle ich das Buch hiermit und das mache ich nicht oft. Es ist nämlich wirklich mal eine Geschichte der etwas anderen Art!

Wer auf echte Hingucker in seinem Regal steht, der hat hier auch einen wirklich guten Fang gemacht, denn das Cover ist ein kleiner Traum.
Auch innen kann es sich wirklich sehen lassen, denn die Kapitelanfänge sind alle bildlich illustriert, was mir persönlich jedoch bereits etwas zu voll und überladen war, da es sich auf die ganze Seite erstreckt. Das ist jedoch natürlich Geschmackssache und manch einer findet das vielleicht sogar extrem toll, weil es nicht oft vor kommt.

Wer Lust auf eine ziemlich undurchsichtige Romantasy-Geschichte im Zukunftsflair hat, der sollte sich „Und über uns das Licht“ wirklich mal näher anschauen. Hier gibt es 2 Liebende, die sich nicht in ein System pressen lassen wollen oder besser gesagt, die es gar nicht können.
Die Macht der Liebe und der Wissensdurst, was hier eigentlich falsch läuft, ist größer. Und da läuft so einiges schief auf der „D.U. Atlantis“, so viel sei gesagt.
Der Schreibstil wechselt von locker, flott, derb zu romantisch, draufgängerisch und tiefgründig.
Die Neugier treibt einen durch das gesamte Buch und sie endet mit einem Finale, das die einen lieben und andere hassen werden.

☼eure Nicole☼

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